Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Verhaltensgrundsätze

Die Mitarbeitenden der katholischen Kirchgemeinde sind Teil der Institution
„Katholische Kirche“ und werden von der Öffentlichkeit durch ihr Handeln und ihre Wortmeldungen auch so wahrgenommen.

Da die Kirche durch Ereignisse oder Aussagen von hochrangigen Kirchenvertretern immer wieder im Rampenlicht der Medien steht, sehen sich kirchliche Mitarbeitende in den Pfarreien in ihrer Arbeit oftmals mit kritischen Äusserungen konfrontiert. Diese können in Beschimpfungen und Vorwürfen ausarten. Deshalb haben wir Verhaltensgrundsätze festgelegt, die für alle kirchlichen Mitarbeitenden wie auch für Bürger/innen der Kirchgemeinde Horn Geltung haben:

 1. Das Handeln unserer kirchlichen Mitarbeitenden ist von Wohlwollen und Respekt geprägt. Im Gegenzug verlangen unsere Mitarbeitenden von    Kirchenbürgern oder anderen Personen gleiches „Recht“.

 2.  Die katholische Kirche weist eine über tausendjährige Geschichte mit Höhen und Tiefen auf. Eine kritische Betrachtung oder eine Selbstreflexion sind immer gerechtfertigt. Mitarbeitende können jedoch für Vieles ausserhalb unserer Kirchgemeinde keine Verantwortung übernehmen. Sie sind somit nicht die richtigen Adressaten für Unmutsäusserungen gegenüber der Kirche.

 3.    Unsere Mitarbeitenden verrichten ihre Tätigkeit mit Überzeugung und mit Herzblut. Sie respektieren, dass es andere Glaubensüberzeugungen gibt.

 4.    Es ist das Recht von Kirchenbürger/innen aus der Kirche auszutreten. Diesen Wunsch nehmen wir entgegen, ohne missionarisch tätig zu werden. Immer wieder kommt es aber vor, dass ausgetretene Personen dennoch Dienstleistungen der Kirche für sich oder ein Familienmitglied in Anspruch nehmen wollen (Religionsunterricht, Beerdigung etc.). In einem solchen Fall muss ein klärendes Gespräch mit dem Gemeindeleiter geführt werden. Sakramente wie Taufe, Erstkommunion, Firmung oder Ehe können nicht „eingekauft“ werden.

5.   Ansprechpartner in Fragen der religiösen Erziehung ist der Elternteil, der Mitglied einer christlichen Kirche ist. Diese Person vertritt die Familie an Elternabenden. Im Ausnahmefall ist das vorgängige Gespräch entscheidend.

 6.    Wenn in einer Konfliktsituation und einem klärenden Gespräch keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann, ist die Sachlage schriftlich zuhanden der Kirchenvorsteherschaft darzulegen.

 Die Kirchenvorsteherschaft, Horn im Dezember 2015